Barmbek-Uhlenhorst – FCSP II 2:3

Sonnenschein, nette Begleitung, die entgegengesetzte Richtung zu Hafengeburtstag und Grünanlage, beste Voraussetzungen also um die Demütigung des Bayern-Spiels zumindest kurzzeitig zu verdrängen. Habichtstrasse raus, Eintritt gelöhnt und das Stadionheft in die Hand gedrückt bekommen. Warme Worte im Vorwort und auch sonst nicht wirklich pöbelig. Auf dem Rasen erstmal nur die Blau-Gelben beim Aufwärmen, die Kiezkicker schienen sich noch zu zieren.
Kaum war der Anpfiff erfolgt bzw. 3 Minuten später zappelt der Ball schon in unserem Netz. Wer nicht wirklich konsequent in die Zweikämpfe, bzw. auf die Gegenspieler drauf geht, darf sich über solche Treffer auch nicht beklagen. Wie man Zweikampfhärte hingegen übertreibt, zeigt kurz darauf die Nr. 22 von BU, der gegen Krause drüberhält und dafür vom Schiri noch nicht mal Gelb sieht. Da sieht man dann auch wieviel Frust im FCSP-Anhang schlummert. Schiri, Linienrichter und Barmbeker „Pätty“ werden minutenlang angerissen. Die blinde S…, der junge Unparteiische im übrigen so verunsichert, das er sogar dem falschen Barmbeker mit einer Ermahnung für das klare Foul droht.
In Folge erspielen sich unsere Nachwuchstalente zwar immer wieder kleinere Chancen, sind aber im Abschluss, bzw. schon im letzten Pass nicht konzentriert genug.
Anfang der zweiten Hälfte kristallisiert sich dann der Mann des Spiels heraus, Oliver Leinroth erzielt zehn Minuten nach Wiederanpfiff per Kopf das 2:0 für BU. Das wäre ja an sich noch nicht mal so ungewöhnlich, wenn auch ärgerlich, würde er seine Leistung das Spiel über nicht mit lässigsten Sprüchen krönen. „Tschuldigung, wir sind BU, wir können das nicht besser!“ nach missglückter Ballrückgabe, „Du musst mich halt öfter von Anfang an spielen lassen“ nach seinem Tor zum Trainer, usw..
Der Trainer auch ein Original, angehende Stirnglatze mit glattem Pferdeschwanz. Harter Style, vor unseren Augen eine Einzimmerwohnung mit Kippen, Bier, Kochnische, Rollenspielposter und Grave Digger drehen sich auf dem Plattenspieler. Seine Mannschaft stemmte sich auf dem ramponierten Geläuf aber mit aller Macht gegen den drohenden Abstieg, angefeuert von den 10-15 Leuten des Barmbeker Pöbels auf der anderen Stadionseite. Die waren aber erstaunlich gnädig, was das gestrige Ergebnis anging, da hatte ich mehr Häme erwartet.
Und ganz plötzlich platzte der Knoten bei der U23 und sie knacken das BU-Bollwerk. Duve fasst sich in der 77. Minute ein Herz und zieht aus ca. 20 Metern ab, zwei Minuten später trifft der eingewechselte D‘Urso. Bei beiden Treffer sah Hölscher im BU-Tor nicht gut aus, obwohl er vorher sehr gut gehalten hatte. Der Jubel auf unserer Seite natürlich groß, Spielertrauben, Trainer Großkopf schreit 4-5 Meter im Feld stehend seine Freude heraus. Die Mannschaft drängt jetzt, überrollt die gefrusteten Barmbeker und erzwingt so die Führung zum 3:2. Duve trifft in der 88. Min. nach Getümmel im Strafraum und der zigsten Ecke zum erlösenden Siegtreffer. Nach dem Schlusspfiff wird dei Mannschaft von einem großen Teil der 553 zahlenden Zuschauer gefeiert inkl. La Ola und Sektduschen fürs Funktionsteam.
Die Gazzetta gratuliert dem Oberligameister! Hoffentlich schaffen nächste Saison ein paar Talente neben Filipovic den Sprung ran an den Profikader.


1 Antwort auf „Barmbek-Uhlenhorst – FCSP II 2:3“


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