Archiv für Dezember 2009

Zwischen den Jahren

Zwischen den Jahren=rumliegen, krank sein, Doku-Zeit!! Die ersten Minuten des Tages mit „Frontline Football“ verbracht, eine ältere Doku über Fussballspiele zwischen Serbien und Bosnien nach dem Bürgerkrieg. Naja, so BBC-Durchschnitt halt.
„Until the light takes us“ über die norwegische Black Metal-Szene und brennende Holzkirchen ist leider noch nicht raus, bzw. noch nirgendwo zu bekommen. Dabei wäre das grade genau das richtige…
Ein Klassiker ist „Soundtrack to war“, ein Film von 2003 über den Irak-Krieg und die Hörgewohnheiten der GIs, die über die manipulierten Bordsysteme ihrer Panzer Musik abspielen können. Slayer und 2Pac mit dem Finger am Abzug und in ständiger Gefahr, weird.
Auch Krieg, aber im Berlin Anfang der Neunziger, ist das Thema in „Kämpfen lernste auf der Straße“, eine 20 Minuten-Doku über Jugendbanden in Berlin. Danach dann gleich „Youth Wars“ über Kieler Strassenbanden im Jahr 1991, sollte man zumindest ein Mal im Jahr gucken.

O.k., nachher gibts dann nochmal für die wirklich gute Laune die „Donk-Dokumentation“ von vbs.tv., einfach nur unglaublich. Engländer am Abgrund und so eine Nation hat mal ein Empire beherrscht, hahaha…
Wer weitere Dokus für die nächsten Tagen hat, immer rein damit in die Kommentare…

Dann auch hier: Alle in WEISS!

WEISS, IHR PENNER!!

…mehr Infos auf usp.stpaulifans.de.

Archiv: „Antirepressiva-Kolumne“ aus GZ 120

Die Antirepressiva-Crew hat anlässlich des HRO-Heimspiels letzte Saison einen rausgehauen, inkl. Hammer-Zitaten aus Schergenhand. Da das Thema „Aufenthaltsverbote“ ja nicht aus der Welt ist, sondern diese scheinbar zur neuen polizeilichen Lieblingswaffe werden, haben wir den Text aus dem Archiv hervorgekramt.

Die Gazzetta #120 ist bereits die vierte in der Rückrunde der laufenden Spielzeit und es ist mal wieder an der Zeit, dass sich eure Antirepressionsgruppe zu Wort meldet. Denn neben der sportlichen und emotionalen Achterbahnfahrt der ersten Spiele in diesem Jahr ist auch abseits der Öffentlichkeit viel passiert.
Ausgangspunkt für diesen Artikel ist ein Beschluss des Verwaltungsgerichts Hamburg bezüglich eines von der hamburgischen Polizei verhängten Aufenthaltsverbotes zum vergangenen Heimspiel gegen Hansa Rostock. Insgesamt verhängte die Polizei nach unseren Erkenntnissen gegen sechs Anhänger_innen unseres magischen FC derlei Aufenthaltsverbote, welche sowohl für den Bereich des Millerntors samt Umfeld und Viertel, als auch für das Innenstadtgebiet rund um den Hauptbahnhof galten. Logische Folge dieser als lediglich präventive Maßnahme zur Gefahrenabwehr deklarierten Vorgehensweise der Staatsmacht ist, dass die Betroffenen nicht zum Spiel gehen können, da dies einen Verstoß gegen die Verfügung bedeutete und unter anderem mit einer Ingewahrsamnahme darauf reagiert werden könnte. Ob die Personen eine Eintrittskarte für das Spiel haben oder nicht, interessiert nicht.
Jedenfalls ließen es die betroffenen USPler_innen nicht einfach so auf sich beruhen, dass ihnen der Stadionbesuch für das Spiel des Jahres untersagt wurde und gingen rechtlich gegen das verhängte Aufenthaltsverbot vor. Leider ohne Erfolg. Doch immerhin konnten wir in einem der Verfahren einen Einblick in die Logik der Staatsmacht erhaschen und die Begründung für diese Verbotsverfügung lesen.

(mehr…)

San Lorenzo feiert bei Huracan

Mich haben ja schon lange keine Youtube-Supportvideos (mal abgesehen von einigen wenigen aus Brasilien und Indonesien) geflasht, aber das hier….H.A.M.M.E.R.!!

Archiv: „Tales from the crypt – Part II“ aus GZ 88

Und dann auch gleich der zweite Teil der „Tales from the crypt“ hintendran:

Der dicke HSVer steht vor mir und zeigt feist grinsend auf sein Kinn. „Schlag doch zu!“. Ich, ganz verdutzt, zögere erst mal. Nun, wenn er so bettelt…, denke ich mir, und semmel ihm eine, aber total halbherzig. Jedenfalls haut ihn das nicht um. Im selben Moment sehe ich über seine Schulter gefühlte 20 hsv-Kutten auf mich zulaufen. Jetzt heißt es Beine in die Hand nehmen…

Wie konnte es zu dieser misslichen Lage kommen? Es war Derbytag und wir mussten irgendwie nach Hause. Und leider benutzten unsere schwarz-weiß-blauen „Freunde“ die gleichen HVV-Züge wie wir. Tja, die Bedingungen Ende der 80er, Anfang der 90er waren für St.-Pauli-Fans wie uns alles andere als´n Ponyhof. Insbesondere, wenn man in einem Vorort der Hansestadt lebte, gerade mal 16-18 Jahre alt war, und gegenüber feindseligen Rothosen und üblen Faschos in der krassen Minderheit war. Das Gros der St.-Pauli-Fanszene setzte sich aus Bewohnern der Szene-Stadtteile St. Pauli, Altona und Eimsbüttel zusammen. Schon ein wenig außerhalb war Feindesland. Undenkbar, dass braun-weiße Anhänger aus der ganzen Republik zu den Spielen kommen, so wie es heute Usus ist. Der offizielle Treffpunkt für den damaligen Kern der Fanszene (Millerntor Roar, Fanladen und Umfeld) war bei Derbies der S-Bahnhof Sternschanze, um gemeinsam zum Volkspark zu reisen. Das machte Sinn und sorgte für Sicherheit. Zwar gab es in der braun-weißen Anhängerschaft schon einige Streetfighter und Hausbesetzer, doch die Masse der damaligen „Hamburg Ultras“ plus dummbatziger Kutten war Grund dafür, sich lieber in der Gruppe aufzumachen, um in die Ostkurve der Betonschüssel zu gelangen.

(mehr…)